Bonner Altenhilfe zu Gast bei der Selbsthilfegruppe älterer Zugewanderter mit Gesundheitseinschränkungen

Gerne laden wir in unserer Selbsthilfegruppe Gäste und Experten ein, um Informationen und Wissenswertes für uns zu erfahren.

So war auch am Dienstag, dem 7. August im Café des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt, Frau Britta Becker, die Leiterin des Hauses der Bonner Altenhilfe bei uns zu Gast. Sie zeigte sich sehr interessiert an den Aktivitäten unserer Gruppe und fand schnell den Kontakt und das persönliche Gespräch mit den Anwesenden. Frau Becker berichtete über die Ziele, Angebote und Aufgaben der Bonner Altenhilfe.

Es wurde dankenswerterweise kein abstrakter Vortrag und sehr bald wurden ihr konkrete Fragen gestellt. Das waren Fragen rund das Thema `Altern in Bonn`: zu möglichen pflegerischen Hilfen und Unterstützungs- und Entlastungsangeboten, zu Angeboten der Begegnung und Prävention und vielem mehr. Die Anwesenden zeigten sich sehr offen für eine Begegnung auch mit deutschen Älteren. Dankbar wurde auch vom vielfältigen Informationsmaterial Gebrauch gemacht, das Frau Becker mitgebracht hatte. Unsere Gruppe war sich einig, das an diesem Tag ein wichtiger Kontakt geknüpft und eine weitere Ansprechpartnerin gewonnen wurde!

J. Michael Fischell für die Selbsthilfegruppe älterer Zugewanderter mit Gesundheitseinschränkungen im MIGRApolis-Haus der Vielfalt
Im August 2018

Altenhilfe Becker

Eine rege Diskussion bei Kaffee und Kuchen…
Foto: J. Michael Fischell


Neue Selbsthilfeplattform für Angehörige von Menschen mit Behinderung und türkischem Migrationshintergrund

www.Kendimiz.de ist eine neue bundesweite deutsch-türkische Selbsthilfeplattform, auf der sich alle Angehörigen von Menschen mit Behinderung und türkischem Migrationshintergrund mit „Fragen & Tipps“ einbringen und sich miteinander austauschen können. Unter der Rubrik „Recht & Wissen“ sind hilfreiche Links und Quellen für Ratgeber und Informationen zusammengestellt. Oft weiß man gar nicht, welche Angebote es in der Nähe gibt. Wo gibt es eine gute Beratungsstelle, wo auch türkisch gesprochen wird? Wo finde ich ein barrierefreies Café? Wo gibt es Selbsthilfegruppen? Hier ist es sehr hilfreich, dass Mitarbeiter*innen einer Selbsthilfeorganisation bzw. Beratungsstelle die Möglichkeit bekommen, ihre Termine (regelmäßige Treffen) einzustellen und ihre Beratungsstelle auf einer Landkarte zu markieren. Bei der Gestaltung dieser Plattform waren Angehörige mit türkischem Migrationshintergrund von Anfang an beteiligt.
 
Die Online-Plattform ist wichtiger Teil eines dreijährigen bundesweiten Modellprojekts der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. zur Förderung von Selbsthilfe von Eltern und Angehörigen behinderter Menschen und türkischem Migrationshintergrund.
 
Schwerpunkte des dreijährigen Projektes sind, neben dem Aufbau des Internetportals zur Selbsthilfe, das Online-Angebote für Angehörige entwickelt, themenspezifische Informationen bietet und einen bundesweiten Austausch ermöglichen soll, der Aufbau einer örtlichen Selbsthilfegruppe vor Ort. Ferner werden Erfahrungen und Prozessergebnisse dokumentiert und am Ende des Projektes der Öffentlichkeit präsentiert. 
 
Im Projekt werden Eltern und Angehörige mit türkischem Migrationshintergrund als Experten für ihre eigenen Bedürfnisse von Anfang an einbezogen. In Arbeitsgruppen werden ihre Bedürfnisse und Fragen zur Grundlage für die neuen Angebote. Die Arbeitsgruppen zur Erstellung der Plattform wurden zweisprachig durchgeführt. Bei der bundesweiten Zusammenarbeit mit Fachleuten und Angehörigen werden kulturelle Erfahrungen und Bedürfnisse beachtet. Der Flyer mit Informationen zum Selbsthilfeprojekt steht hier in deutscher und türkischer Sprache zum Download zur Verfügung.
 
 
 
Materialien wie beispielsweise Leporellos, Plakate und Visitenkarten für die Selbsthilfeplattform können Sie unter www.Kendimiz.de kostenlos runterladen.
 
Ansprechpartnerin:
Dr. Silva Demirci
Referentin für Migration und Behinderung
Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
Leipziger Platz 15
10117 Berlin
Telefon: 030 206411-132
Telefax: 030 206411-237
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.lebenshilfe.de
 

„Ich möchte gerne einen Beitrag für diese Menschen leisten.“

Ein interessantes Gespräch mit Herrn Khalid Eldanaf zu seiner Motivation, Selbsthilfe von älteren MigrantInnen zu unterstützen, und zu ihren Bedürfnissen.
 
Michael Fischell: „Herr Eldanaf, vielleicht möchten Sie sich zunächst vorstellen…“
 
Khalid Eldanaf: „Ich bin als freiberuflicher Berufsbetreuer tätig. Ich betreue und vertrete Menschen mit Behinderung gerichtlich und außergerichtlich. Ich arbeite seit 2003 in diesem Beruf. Ich habe Sozialpädagogik studiert. Ich habe außerdem ein Master im Studiengang „Beratung und Vertretung im sozialen Recht“ absolviert. Ich habe ein Büro in Bonn-Graurheindorf. Die meisten Klienten sind MigrantInnen, da ich neben Deutsch auch Arabisch spreche.“
 
Michael Fischell: „Sie waren mit dabei, als am Samstag, dem 25. November 2017, im Haus der Geschichte in Bonn unsere (Selbsthilfe-) Gruppe älterer Migrant*innen/Geflüchteter mit gesundheitlichen Einschränkungen gegründet wurde. Seitdem nehmen Sie aktiv an den monatlichen Treffen im MIGRApolis-Haus der Vielfalt teil. Was ist Ihre Motivation, die Gruppe so vielfältig zu unterstützen?“
 
Khalid Eldanaf : „Ich habe aufgrund meines Berufes viel mit älteren MigrantInnen mit Behinderung zu tun. Ich weiß, wie schwer es diese Menschen haben. Ich möchte gerne einen Beitrag für diese Menschen leisten. Da ich lange in Deutschland lebe und gleichzeitig die sprachlichen und kulturellen Hintergründe von älteren MigrantInnen kenne, kann ich die offenen Fragen zu den verschiedenen alltäglichen Bereichen beantworten."

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Selbsthilfegruppe älterer Migranten mit Gesundheitseinschränkungen

Einladung
 
Jeder von uns hat sich bestimmt schon einmal gefragt:
 
An wen wende ich mich, wenn ich oder mein Angehöriger Hilfe bei einer Behinderung oder Krankheit benötigt? Vieleicht ist auch die Seele erkrankt. Wer kann mir oder meiner Familie helfen? Wer kann mich unterstützen, wenn ich älter werde? Welche Angebote und Hilfen kann man in Anspruch nehmen?
 
Oft ist es gut, wenn man Fragen und Probleme hat, wenn man sich in einer Gruppe zusammenfindet. Gemeinsam ist es oft leichter, Probleme zu lösen,  zusammen etwas gegen das Problem machen. Miteinander sprechen macht Mut, und man ist mit seinen Sorgen nicht alleine. Man kann sich gegenseitig helfen.
 
Auch in Bonn haben wir eine Gruppe mit älteren Zuwander*innen gegründet. Gemeinsam möchten wir uns austauschen sowie Hilfen bei Behinderung und Krankheit anbieten. Wir möchten heute darüber sprechen, was wir alles zusammen in einer Gruppe unternehmen  können.
 
Die Gruppe trifft sich regelmäßig einmal im Monat im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, in Bonn, Brüdergasse 16-18
 
Haben Sie Fragen oder möchten Sie mitmachen? 
Dann wenden Sie sich bitte an Michael Fischell (Dipl.Soz.Wiss.)  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder    Tel.: 0176 34683410
 
Eine Initiative der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn / Integrationsagentur (EMFA) und des NETZWERK FLUCHT | BEHINDERUNG | KRANKHEIT
 

„Radio Inklusiv“ mit der Sendung „Flucht, und Behinderung und Krankheit“

Jetzt zum Download!

In dieser Sendung wurde die Situation Geflüchteter mit Behinderung(en) behandelt, insbesondere von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.

Fakten und Daten zu Ghana, seines Gesundheitswesens, zu Krankheit und Behinderung in der ghanaischen Gesellschaft und zur Altersversorgung ist ein weiteres Thema.

Was hat die Behindertengemeinschaft Bonn mit diesem Thema zu tun, lautete eine weitere Fragestellung.

Und schließlich wird das Netzwerk Flucht, Krankheit und Behinderung vorgestellt. Lassen Sie sich überraschen, wer alles als Interviewpartnerin an dieser Sendung mitwirkte!

 

Hier der Download:

//c.gmx.net/@334331637204523827/FRiFIMKMQ8KSARzFlTrBMA" target="_blank">https://c.gmx.net/@334331637204523827/FRiFIMKMQ8KSARzFlTrBMA> liebe Grüße und einen guten Informationsgewinn wünscht

J Michael Fischell

Kinder mit Fluchterfahrung und Behinderung

Die Lebenshilfe iKita gGmbH Berlin hat gemeinsam mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe eine Praxishilfe für Kindertageseinrichtungen zum Thema „Kinder mit Fluchterfahrung und Behinderung“ erstellt. Näheres und Download zu finden unter „Materialien“

 

Bundesweite Netzwerkkonferenz „Migration und Behinderung“

Artikel: J. Michael Fischell

Am 21. Februar 2017 fand in Berlin im Kleisthaus, dem Sitz des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die Netzwerkkonferenz „Migration und Behinderung“ statt. Eingeladen hatten gemeinsam die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Verena Bentele, und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özuguz.

In der Begrüßung und Einführung mahnten sie mehr Aufmerksamkeit für Bedürfnisse Geflüchteter mit Behinderung(en) an, verwiesen auf strukturelle Lücken in der Versorgung. Sie schlugen vor, dass Geflüchtete von den Migrant*innen, die schon lange im Land sind, von deren Erfahrungen profitieren könnten, einen entsprechenden Austausch zu organisieren. Manfred Lucha, der Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg, hob v.a. die Bedeutung von individuellen Beratungsangeboten für Eltern mit Migrationshintergrund und die Weiterentwicklung von kommunalen Schutzkonzepten und Informationsplattformen für (beeinträchtigte) Geflüchtete hervor. Ralph Tiesler, seines Zeichens Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, erläuterte in seinem Beitrag die Integrationsmaßnamen des Bundes für zugewanderte Menschen mit Behinderungen. So zum Beispiele die speziellen  Kursangebote für Geflüchtete in Integrationskursen, die bereits ab einer Teilnehmerzahl von fünf finanziert werden.

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Behinderung und Migration: Kassel, die Vierte…..

Artikel: J. Michael Fischell

Bereits zum vierten Mal fanden sich am Freitag, dem 10.2.2017 Interessierte und Aktive zum Thema „Behinderung und Migration - Diversität in Forschung und Praxis“ in der Universität Kassel ein. In der Begrüßung und Einführung stellten Prof. Dr. Wansing und Prof. Dr. Westphal (Universität Kassel) als „Arbeitsprogramm“ die Fragen: „Wie erreichen wir Migrant*innen mit Behinderung(en), wie gelingt die interkulturelle Öffnung der Hilfesysteme und wie ein gute Vernetzung?“ Sie verwiesen auf den 2. Teilhabebericht der Bundesregierung, der zum ersten Mal ein besonderes Kapitel zum Themenkreis „Migration und Behinderung“ beinhaltet. Beklagt wurde von ihnen die noch immer unzureichende Datenlage und sie verwiesen auf einen enormen Forschungsbedarf.

Das Migration nicht zwangsläufig eine Doppelbelastung, eine zusätzliche Belastung zur vorhandenen Behinderung darstellt, verdeutlichte Dr. Dinah Kohan von der Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland. Dies habe seine Ursache in der verbesserten Lebenslage im Vergleich zum Leben in der Sowjetunion im Allgemeinen und in der Versorgung im Besonderen, so ihre These. Sie schilderte den Aufbau von Selbsthilfe in der russischen Community über den Weg von Informationsveranstaltungen und Beratung.

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Behinderte Geflüchtete in Deutschland

von Dr. Kenan Engin

Datenlage

Die steigende Anzahl der Menschen auf der Flucht nach Deutschland hat einen deutlichen Anstieg von Geflüchteten mit körperlicher bzw. seelischer Behinderung, chronischer Krankheit, sowie
Traumata zur Folge.

Trotz dieser Zunahme von behinderten Geflüchteten liegen keine konkreten Zahlen und Fakten vor, da sowohl das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) als auch Länder und Kommunen bei der Registrierung von Flüchtlingen keine systematische Erhebung von Behinderungen oder Menschen mit Beeinträchtigung vornehmen. Auf eine Kleinanfrage am 10.03.2016, ob die Bundesregierung plant, den Status von geflüchteten Menschen mit Behinderung gesondert zu erheben, antwortete die Bundesregierung, dass eine solche Erhebung durch die Bundesregierung nicht geplant sei (Deutscher Bundestag 2016, S.5f.). Demzufolge gibt es lediglich Schätzungen, wonach die Zahl der Geflüchteten mit Behinderung zwischen 10 und 40 Prozent vermutet wird (Aktion Mensch 2016; Chladek 2014; Szardning 2014). Laut einer Studie vom Bayerischen Staatsministerium und der LMU München, liegt die Traumatisierungsrate unter den erwachsenen Flüchtlingen bei über 30 Prozent (Butollo, Maragkos 2012). Welche Schwere der Traumatisierung als Behinderung einzustufen ist, bleibt hier jedoch zunächst unbeantwortet.

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Flucht und Behinderung: Situation und Handlungsmöglichkeiten

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Dokumentation der Fachtagung im Free Pen Verlag erschienen

Am 17. Juni 2016 fand im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn eine Fachtagung zum Thema „Flucht und Behinderung: Situation und Handlungsmöglichkeiten“ statt.  In einem voll besetzten Auditorium konnten wir zahlreiche Fachkräfte und Engagierte aus der Flüchtlings- und Migrationsarbeit sowie aus dem Gesundheits- und Sozialsektor begrüßen.

Veranstalter der Fachtagung war das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. in Kooperation mit der Behindertengemeinschaft (BG-Bonn e.V.), YASA zur Förderung der Integration, Bildung und Kultur e.V. sowie der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur. Geleitet wurde die Tagung von dem Sozialwissenschaftler J. Michael Fischell und dem Politologen Dr. Kenan Engin.

Die Beiträge der Fachtagung mit einem Vorwort von Hıdır Çelik sind nun in einem Band im Free Pen Verlag Bonn erschienen:

Flucht und Behinderung: Situation und Handlungsmöglichkeiten; Dokumentation und Fachbeiträge der Fachtagung, BIM Schriftenreihe Migration und Gesundheit II/2016, Free Pen Verlag, Bonn 2017, ISBN: 978-3-945177-41-9; Schutzgebühr: 5 Euro.

Der Band kann unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.

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** Gefördert als spezifische Maßnahme im Rahmen der KOMM-AN NRW III Projekte durch die Landesregierung NRW; in Kooperation mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.

Kontakt


Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn
J. Michael Fischell

Brüdergasse 16-18
53111 Bonn
Tel.: 0228 338 339 41
Fax 0228 96 91 376