Der Umgang mit der Corona-Krise

Liebe Kolleg*innen, liebe Leser*innen,

auch unsere Web-Seite Flucht, Behinderung und Krankheit steht leider im Zeichen der Ausbreitung des Coronavirus und den sich hieraus ergebenden Herausforderungen für zugewanderte Menschen mit einer Behinderung / Beeinträchtigung und chronischen Erkrankungen, für ihre Angehörigen und für die mit diesen Gruppen arbeitenden Beratungsstellen.

Geflüchtete Menschen mit einer Behinderung sind in der aktuellen Situation besonders gefährdet. Sie sind konfrontiert mit einem durch das Asylbewerberleistungsgesetz eingeschränkten Zugang zu medizinischen Leistungen, mit einer für ihre Wohnbedürfnisse oft nicht geeigneten, und mit großem Ansteckungsrisiko verbundenen Heimunterbringung und zahlreichen Teilhabebarrieren im Alltag. Die besonders gefährdete Personengruppe der geflüchteten Menschen mit einer Behinderung / Beeinträchtigung ist so einem großen Infektionsrisiko - verbunden mit einem potentiell gefährlichen Krankheitsverlauf - ausgesetzt.

Ich habe für Sie einige Informationen gesammelt, von denen ich hoffe, dass sie in der nun veränderten Situation für Sie, die im Arbeitsfeld Flucht, Migration und Behinderung tätigen bzw. am Thema interessierten Leser*innen, von Nutzen sein können.

Ich wünsche Ihnen in diesen schweren Zeiten Zuversicht, Durchhaltevermögen und vor allen Dingen Gesundheit!

J. Michael Fischell (Dipl.Soz.Wiss.)
Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) Integrationsagentur
Koordination Bereich Migration / Flucht / Behinderung / Krankheit

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Neues Projekt der EMFA / Integrationsagentur in den Handlungsfeldern der Gesundheits- und Behindertenhilfe

„Vielfalt und Hilfe durch Inklusion und gesundheitliche Teilhabe“

Die EMFA (Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn) / Integrationsagentur führt ein neues Projekt mit dem Titel: „Vielfalt und Hilfe durch Inklusion und gesundheitliche Teilhabe“ durch. Der Untertitel des Projektes lautet: „Multiplikatorengestützte Beratung, Fortbildung und Empowerment für Geflüchtete / Zugewanderte mit Beeinträchtigungen /Behinderungen und /oder Erkrankungen“.

Warum dieses Projekt? 

In Bonn lebt eine wachsende Zahl von Zuwander*innen mit Beeinträchtigungen / Behinderung(en) und gesundheitlichen Einschränkungen. Geflüchtete / Zugewanderte und ihre Familien möchten erfahren, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfen benötigen und wo sie Unterstützung und Beratung für ihre Fragen und Probleme erhalten. Es gibt es einen großen Informationsbedarf dieser Menschen bezüglich der Einrichtungen und Angebote der Behindertenhilfe und der Versorgungsstruktur des deutschen Gesundheitswesens. Diese Situation schafft neue Anforderungen an zielgruppenorientierte und bedarfsgerechte stadtteilorientierten Beratungs- und Angebotsstrukturen. Die professionellen und ehrenamtlichen Akteur*innen aus den Arbeitsbereichen Migration, Flüchtlings- und Behindertenhilfe stehen vor großen und neuen Herausforderungen, die es notwendig machen, eine entsprechende Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie den fachlichen Erfahrungsaustausch (Netzwerk) zu organisieren.
 
Die Grundidee des Projektes ist es, durch niedrigschwellige und bedürfnisgerechte Angebote der Beratung, Information, Hilfesettings und Unterstützung Migrant*innen und Geflüchteten mehr Teilhabe an Gesundheit, Prävention, Pflege zu ermöglichen. Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass es sinnvoll ist, Geflüchtete / Zugewanderte auch zu Selbsthilfe und Selbstorganisation zu motivieren. Bewährt hat sich eine Mischung von Beratungs- und Selbsthilfestrukturen.
 
Das Projekt verfolgt ein generationenübergreifenden Ansatz; geplant ist der Dialog und Austausch älterer und jüngerer Zugewanderter / Geflüchteter. Den Akteur*innen, darunter  insbesondere Multiplikator*innen aus Migranten(selbst)organisationen, sollen die unterschiedlichen Handlungsfelder der Gesundheits- und Behindertenhilfe vermittelt werden. Die örtlichen Migranten(selbst-)organisationen werden in Bemühungen mit eingebunden, Angebote und bedarfsgerechte Hilfen bei Behinderungen, bzw. Erkrankungen für (ältere) Zuwander*innen aktiv mitzugestalten.
 
Das Hauptziel ist es, Barrieren und Hemmschwellen für die Inanspruchnahme staatlicher und nichtstaatlicher Leistungen und Angebote für Menschen der Zielgruppe und ihre Angehörige zu vermindern bzw. zu beseitigen.
 
Die Maßnahmen sollen, im Sinne von Inklusion, einen Beitrag zur gesundheits- und behindertengerechten Stadtteilentwicklung für alle Generationen und Menschen aller Kulturen leisten.
Zielgruppen und Ansprechpartner*innen des Projektes sind Geflüchtete/Migrant*innen, professionelle und ehrenamtliche Akteur*innen, Multiplikatoren der Flüchtlings- und Behindertenhilfe, im Gesundheitssektor, der Migrations- und Sozialarbeit und der Selbsthilfe. 
 
Dies sind die Methoden und Projektmodule:
 
Modul 1

o Kurs(e) und Beratung für Migrant*innen und Geflüchtete mit Beeinträchtigungen und Gesundheitseinschränken sowie Angehörige. Inhalte sind u.a. Informationen zu Angeboten, Beratungsstellen, Möglichkeiten der Prävention und Rehabilitation, Versorgungsstruktur des deutschen Gesundheitswesens, rund um das Thema Behinderung, Vermittlung von Gesprächen mit Gleichbetroffenen. Die Kurse / Informationsveranstaltungen sollen auch Mut zur Selbsthilfe machen und Aktive und Nichtaktive zusammenbringen (Kompetenzvermittlung, Generationenübergreifender Dialog und Austausch, mediengestützte Teilhabe an Informationen und Angeboten zu Gesundheit, Behinderung und Krankheit)
 
Modul 2 („Hilfe für Helfer*innen“)
 
o Praxis- und stadteilorientierte Fortbildung und Qualifizierung rund um den Themenkomplex Gesundheit, Beeinträchtigung/ Behinderung, Alter, chronische Erkrankungen, Angebote und bedarfsgerechte Hilfen bei Behinderungen, interkultureller Kontext etc. für professionelle und ehrenamtliche Akteur*innen, Multiplikatoren.
o Gewinnung von Multiplikatoren/Mentoren zur Beratung und (ev. Demenz-) Begleitung von älteren Migrant*innen, bzw. mit Einschränkungen/ Behinderungen. Migrant*innen ohne oder mit Einschränkungen/ Behinderungen könn(t)en eine Brückenfunktionen übernehmen.
o kollegialer Austausch und Unterstützung im Netzwerk
 
Das Projekt findet im MIGRApolis - Haus der Vielfalt und stadtteilorientiert in Bonn-Tannenbusch statt.
 
Projektleiter:

Dr. Hidir Celik
Verantwortlicher Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn / Integrationsagentur / EMFA (Integrationsagentur)
Tel.: 0228 / 338 339 41   Fax: 0228 96 91 376
 
Sie würden sich gerne beteiligen? Haben Sie Fragen oder möchten Sie mitmachen?
 
Bitte nehmen Sie Kontakt auf mit:
Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA / Integrationsagentur
Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) (Projektkoordination)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder 0176  34 68 34 10
 
Projektträger ist die die EMFA / Integrationsagentur. Wir kooperieren eng mit der Behindertengemeinschaft Bonn, der Bonner Altenhilfe und der Alzheimer-Gesellschaft Bonn.

** Gefördert als spezifische Maßnahme im Rahmen der KOMM-AN NRW III Projekte durch die Landesregierung NRW; in Kooperation mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.
 
Logo EMFA Integrationsagentur         Komm AN Logo

Präsentation des Leuchtturmprojektes: „Migrant*innen helfen Migrant*innen"

Einladung

Dienstag, 26. März 2019, 16.00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt
Bonn, Brüdergasse 16-18

Ziel und Anliegen des Projektes Migrant*innen helfen Migrant*innen" war (und ist) es, Selbsthilfe (-strukturen) im Bereich Gesundheit und Behindertenhilfe von und für Migranten / Geflüchtete zu initiieren, zu unterstützen und zu begleiten.

Die Selbsthilfegruppe älterer Geflüchteter / Zugewanderter mit Beeinträchtigungen und / oder Gesundheitseinschränkungen im MIGRApolis-Haus der Vielfalt möchte ihre Erfahrungen mit Selbsthilfe über den Kreis der Gruppe hinaus bekanntmachen und weitere Zugewanderte sowie ihre Familien zur Selbsthilfe ermutigen.

Die Gruppe möchte u.a. an diesem Tag von ihren Aktivitäten berichten und ihren selbstgestalteten (zweisprachigen) Film „...das können wir nur selber tun” sowie ihre Radiosendung zum Thema Selbsthilfe vorstellen!

Wir würden uns sehr freuen, Sie an diesem Tag bei uns begrüßen zu dürfen!

Herzlich
Dr. Hidir Celik (Leitung und Koordination) / J. Michael Fischell (Dipl.Soz.Wiss.)  

Das Leuchtturmprojekt „Migrant*innen helfen Migrant*innen“ wurde möglich durch eine Förderung durch die Stadt Bonn / Amt für Soziales und Wohnen im Rahmen der freiwilligen Zuschüsse.

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EMFA (Hg.) – Behinderung und Krankheit im Kontext von Migration und Flucht

Behinderung und Krankheit 1

Dimensionen und neue Wege der Selbsthilfe und Beratung Tagungsreferate und weitere Fachbeiträge
94 S., Broschur,
1. Auflage 2019
ISBN 978-3-945177-66-2
Schutzgebühr € 10,-

Ziel sollte es sein, jedem Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Kultur und Lebensweise, Teilhabe, gute Gesundheit, Hilfe bei Behinderung(en) und menschenwürdige Versorgung im Alter zu ermöglichen. Hierzu ist es notwendig, die Strukturen an die Bedürfnisse der Menschen aus unterschiedlichen Kulturen anzupassen und zu gestalten. Die Situation und die Bedürfnisse von Zugewanderten und Geflüchteten mit Behinderung(en)/Erkrankungen zu verdeutlichen, ist das Anliegen des vorliegenden Bandes. Dessen Beiträge begnügen sich nicht mit Zustandsbeschreibungen, sondern zeigen neue Handlungsmöglichkeiten einer interkulturellen Gesundheits-, Alten- und Behindertenhilfe sowie neue Wege der Selbsthilfe und Beratung auf.

Anwendungsorientiert, aus Wissenschaft und Praxis der Flüchtlings- und Behindertenhilfe, fußen die Inhalte des Buches auf erweiterten Beiträgen der Dokumentation »Flucht und Behinderung: Situation und Handlungsmöglichkeiten« der gleichnamigen Tagung am 17. Juni 2016 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt sowie überarbeiteten Beiträgen von Referaten der Fachtagung »Neue Wege der Selbsthilfe und Beratung – von/für Geflüchtete(n)/Zugewanderten mit Behinderung(en)/Erkrankungen « der EMFA / Integrationsagentur, die am 9. November 2018 ebenfalls in Bonn stattfand.


Hallo und herzlich willkommen im Radio – Unsere Selbsthilfegruppe geht auf Sendung!

Am Freitag, dem 21. Dezember 2018, stellt sich ab 21.00 Uhr die Selbsthilfegruppe Geflüchteter/Zugewanderter mit Beeinträchtigungen oder Gesundheitseinschränkungen im Radio Bonn-Rhein-Sieg vor.
 
Mitglieder der Gruppe, die sich mindestens einmal Monat im Bonner MIGRApolis-Haus der Vielfalt trifft, sprechen über die Treffen und Aktivitäten der Selbsthilfegruppe. Aber auch was Selbsthilfe darstellt und bewirkt, kommt zur Sprache. Hier hat Sami Celik aus Ratingen viel Wissenswertes aus der Praxis beizutragen. Er ist Lotse für Menschen mit Behinderung und seit 2004 Geschäftsführer des Türkischen Elternvereins Ratingen SHG, einer Migranten- und Gesundheitsselbsthilfe-Organisation in Ratingen. Ebenso kommt Christoph Tacken vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben aus Köln zu Wort.
Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe im MIGRApolis-Haus tauschen nicht nur ihre Erfahrungen aus oder holen sich Wissen von außerhalb, sie erkunden auch selbst ihre neue Heimat Bonn, zum Beispiel mit einer Schifffahrt auf dem Rhein oder bei einem Besuch im Rheinischen Landesmuseum.
 
Bei den Unternehmungen der Selbsthilfegruppe können alle Seiten dazulernen. Auch im Rheinischen Landesmuseum hinterließ die Gruppe einen bleibenden Eindruck, wie uns die Mitarbeiter des Museums Dr. Peitz und Anne Segbers, die wissenschaftliche Referentin für Bildung, Vermittlung und Inklusion des Rheinischen Landesmuseums, berichtet.
 
Und wie Sie bemerken werden: Diese Sendung der Radiowerkstatt Raspel ist zweisprachig. Die Sendung und ebenso ein Video über unsere Selbsthilfegruppe wurden dankenswerterweise im Rahmen ein des Leuchtturmprojektes des Behindertenpolitischen Teilhabeplans für die  Bundesstadt Bonn“ - Migrant*innen helfen Migrant*innen - durch das Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Bonn gefördert. Träger dieses Projektes ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur

Nachfragen zur Sendung? Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0176 34 68 3410.
 
Artikel: J. Michael Fischell
 
Frau Schneider
 
 
Frau Schneider von der Alzheimergesellschaft Bonn (und aktive Unterstützerin unserer Gruppe) ist eine aufmerksame Zuhörerin. Im Hintergrund Frau Anne Segbers.
Foto: Uli Gilles

 
 
 
 

Selbsthilfe-Tagung in Bonn

Am 9. November 2018 fand im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn eine Tagung zum Thema "Neue Wege der Selbsthilfe und Beratung – von/für Geflüchtete(n)/Zugewanderten mit Behinderung(en)/ Erkrankungen". Der informative und fachliche Austausch professioneller und ehrenamtlicher Akteur*innen aus den Arbeitsbereichen Migration, Flüchtlings- und Behindertenhilfe stand im Mittelpunkt der Tagung.

Ansprechpartner*innen und Referent*innen der Tagung waren die professionellen und ehrenamtlichen Akteur*innen der Flüchtlings- und Behindertenhilfe, Fachkräfte und Multiplikatoren im Gesundheits- und Pflegesektor, der Migrations- und Sozialarbeit, der Selbsthilfe, Verwaltung, aus Wissenschaft und Praxis und natürlich die Akteur*innen des Netzwerkes »Flucht, Behinderung und Krankheit«.

Ein ausführlicher Bericht über die Tagung folgt in Kürze.

Selbsthilfe Tagung 1   Selbsthilfe Tagung 2

Fotos: Hıdır Çelik


Zwölfmal Linz und zurück bitte - ein kleiner Reisebericht

Voller Erwartung traf sich unsere Selbsthilfegruppe älterer Zugewanderter und Anghöriger bereits am Morgen des 25. Juli im MIGRApolis-Haus der Vielfalt.
Michael Fischell erzählte, was uns am diesem Tag alles erwarten würde. Gemeinsam ging es zum Schiffsanlegestelle am Rhein. Auf dem Schiff, die Poseidon, waren für uns zwei große Tische reserviert.  Erfreulich war die zuvorkommende Bedienung; die uns- auch in arabischer Sprache!- mit Rat und Tat zur Seite stand. Entlang ging die Fahrt an gemütliche Rheinstädtchen, Naturdenkmälern und manchen Sehenswürdigkeiten.
 
Angekommen in Linz, begann unsere Erkundung der alten Stadt am wuchtigen Rheintor, einem ehemaligem Zollhaus. Vorbei ging es an der ehemaligen kurfürstlichen Burg Linz. Da es sehr heiß war, kam eine kleine Pause mit selbstgebackenem Kuchen und Wasser gerade recht. Danke Ulrike!
 
Schritt für Schritt  ging es weiter hoch in das Städtchen. Wir staunten über die wertvolle historische Substanz, die schönen alten Fachwerkhäuser.  Am Marktplatz angekommen, dem  Zentrum der Altstadt, umrahmt von einem Häuserkranz aus 5 Jahrhunderten, meldeten sich  dann doch leibliche Bedürfnisse. Und so wurde ein leckeres Essen eingenommen. Die Zeit verging; doch wir erreichten rechtzeitig wieder den Hafen um das wunderschöne Schiff „Rheinprinzessin“ zu besteigen. Auf der Rückfahrt wurde noch ober- und unterhalb des Decks so manches angeregte Gespräch geführt. Alle waren sich in guter Stimmung einig: Dies war nicht unser letzter Ausflug!
 
J. Michael Fischell, im Juli 2018
 
Linz 1  Linz 2 Linz 3
 
Fotos: J. Michael Fischell

Bonner Altenhilfe zu Gast bei der Selbsthilfegruppe älterer Zugewanderter mit Gesundheitseinschränkungen

Gerne laden wir in unserer Selbsthilfegruppe Gäste und Experten ein, um Informationen und Wissenswertes für uns zu erfahren.

So war auch am Dienstag, dem 7. August im Café des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt, Frau Britta Becker, die Leiterin des Hauses der Bonner Altenhilfe bei uns zu Gast. Sie zeigte sich sehr interessiert an den Aktivitäten unserer Gruppe und fand schnell den Kontakt und das persönliche Gespräch mit den Anwesenden. Frau Becker berichtete über die Ziele, Angebote und Aufgaben der Bonner Altenhilfe.

Es wurde dankenswerterweise kein abstrakter Vortrag und sehr bald wurden ihr konkrete Fragen gestellt. Das waren Fragen rund das Thema `Altern in Bonn`: zu möglichen pflegerischen Hilfen und Unterstützungs- und Entlastungsangeboten, zu Angeboten der Begegnung und Prävention und vielem mehr. Die Anwesenden zeigten sich sehr offen für eine Begegnung auch mit deutschen Älteren. Dankbar wurde auch vom vielfältigen Informationsmaterial Gebrauch gemacht, das Frau Becker mitgebracht hatte. Unsere Gruppe war sich einig, das an diesem Tag ein wichtiger Kontakt geknüpft und eine weitere Ansprechpartnerin gewonnen wurde!

J. Michael Fischell für die Selbsthilfegruppe älterer Zugewanderter mit Gesundheitseinschränkungen im MIGRApolis-Haus der Vielfalt
Im August 2018

Altenhilfe Becker

Eine rege Diskussion bei Kaffee und Kuchen…
Foto: J. Michael Fischell


Neue Selbsthilfeplattform für Angehörige von Menschen mit Behinderung und türkischem Migrationshintergrund

www.Kendimiz.de ist eine neue bundesweite deutsch-türkische Selbsthilfeplattform, auf der sich alle Angehörigen von Menschen mit Behinderung und türkischem Migrationshintergrund mit „Fragen & Tipps“ einbringen und sich miteinander austauschen können. Unter der Rubrik „Recht & Wissen“ sind hilfreiche Links und Quellen für Ratgeber und Informationen zusammengestellt. Oft weiß man gar nicht, welche Angebote es in der Nähe gibt. Wo gibt es eine gute Beratungsstelle, wo auch türkisch gesprochen wird? Wo finde ich ein barrierefreies Café? Wo gibt es Selbsthilfegruppen? Hier ist es sehr hilfreich, dass Mitarbeiter*innen einer Selbsthilfeorganisation bzw. Beratungsstelle die Möglichkeit bekommen, ihre Termine (regelmäßige Treffen) einzustellen und ihre Beratungsstelle auf einer Landkarte zu markieren. Bei der Gestaltung dieser Plattform waren Angehörige mit türkischem Migrationshintergrund von Anfang an beteiligt.
 
Die Online-Plattform ist wichtiger Teil eines dreijährigen bundesweiten Modellprojekts der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. zur Förderung von Selbsthilfe von Eltern und Angehörigen behinderter Menschen und türkischem Migrationshintergrund.
 
Schwerpunkte des dreijährigen Projektes sind, neben dem Aufbau des Internetportals zur Selbsthilfe, das Online-Angebote für Angehörige entwickelt, themenspezifische Informationen bietet und einen bundesweiten Austausch ermöglichen soll, der Aufbau einer örtlichen Selbsthilfegruppe vor Ort. Ferner werden Erfahrungen und Prozessergebnisse dokumentiert und am Ende des Projektes der Öffentlichkeit präsentiert. 
 
Im Projekt werden Eltern und Angehörige mit türkischem Migrationshintergrund als Experten für ihre eigenen Bedürfnisse von Anfang an einbezogen. In Arbeitsgruppen werden ihre Bedürfnisse und Fragen zur Grundlage für die neuen Angebote. Die Arbeitsgruppen zur Erstellung der Plattform wurden zweisprachig durchgeführt. Bei der bundesweiten Zusammenarbeit mit Fachleuten und Angehörigen werden kulturelle Erfahrungen und Bedürfnisse beachtet. Der Flyer mit Informationen zum Selbsthilfeprojekt steht hier in deutscher und türkischer Sprache zum Download zur Verfügung.
 
 
 
Materialien wie beispielsweise Leporellos, Plakate und Visitenkarten für die Selbsthilfeplattform können Sie unter www.Kendimiz.de kostenlos runterladen.
 
Ansprechpartnerin:
Dr. Silva Demirci
Referentin für Migration und Behinderung
Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
Leipziger Platz 15
10117 Berlin
Telefon: 030 206411-132
Telefax: 030 206411-237
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.lebenshilfe.de
 

„Ich möchte gerne einen Beitrag für diese Menschen leisten.“

Ein interessantes Gespräch mit Herrn Khalid Eldanaf zu seiner Motivation, Selbsthilfe von älteren MigrantInnen zu unterstützen, und zu ihren Bedürfnissen.
 
Michael Fischell: „Herr Eldanaf, vielleicht möchten Sie sich zunächst vorstellen…“
 
Khalid Eldanaf: „Ich bin als freiberuflicher Berufsbetreuer tätig. Ich betreue und vertrete Menschen mit Behinderung gerichtlich und außergerichtlich. Ich arbeite seit 2003 in diesem Beruf. Ich habe Sozialpädagogik studiert. Ich habe außerdem ein Master im Studiengang „Beratung und Vertretung im sozialen Recht“ absolviert. Ich habe ein Büro in Bonn-Graurheindorf. Die meisten Klienten sind MigrantInnen, da ich neben Deutsch auch Arabisch spreche.“
 
Michael Fischell: „Sie waren mit dabei, als am Samstag, dem 25. November 2017, im Haus der Geschichte in Bonn unsere (Selbsthilfe-) Gruppe älterer Migrant*innen/Geflüchteter mit gesundheitlichen Einschränkungen gegründet wurde. Seitdem nehmen Sie aktiv an den monatlichen Treffen im MIGRApolis-Haus der Vielfalt teil. Was ist Ihre Motivation, die Gruppe so vielfältig zu unterstützen?“
 
Khalid Eldanaf : „Ich habe aufgrund meines Berufes viel mit älteren MigrantInnen mit Behinderung zu tun. Ich weiß, wie schwer es diese Menschen haben. Ich möchte gerne einen Beitrag für diese Menschen leisten. Da ich lange in Deutschland lebe und gleichzeitig die sprachlichen und kulturellen Hintergründe von älteren MigrantInnen kenne, kann ich die offenen Fragen zu den verschiedenen alltäglichen Bereichen beantworten."

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** Gefördert als spezifische Maßnahme im Rahmen der KOMM-AN NRW III Projekte durch die Landesregierung NRW; in Kooperation mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.

Kontakt


Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn
J. Michael Fischell

Brüdergasse 16-18
53111 Bonn
Tel.: 0228 338 339 41
Fax 0228 96 91 376